Karate
Karate ist eine japanische Kampfkunst, die auf der Insel Okinawa entstanden ist. Du schlägst und trittst mit Fäusten, Füßen, Knien und Ellbogen und lernst zu blocken. Das Training ruht auf drei Säulen – Kihon (die Grundtechniken), Kata (festgelegte Bewegungsfolgen) und Kumite (Partnerkampf) – und findet in Gruppen im Dojo statt, für Kinder wie für Erwachsene.
Wofür es gut ist
Abschnitt betitelt „Wofür es gut ist“- Disziplin, Konzentration und Respekt: Die Etikette im Dojo gehört zur Kampfkunst dazu.
- Koordination, Schnelligkeit, Gleichgewicht und Beweglichkeit, besonders in Hüften und Beinen.
- Kraft und Ausdauer für den ganzen Körper.
- Grundlagen der Selbstverteidigung und Selbstvertrauen.
- Ein klarer Weg durch die Gürtel, den viele – und gerade Kinder – als motivierend empfinden.
Ausrüstung
Abschnitt betitelt „Ausrüstung“- Ein Karategi: weiße Jacke und Hose sowie ein Gürtel in der Farbe deiner Graduierung. Für die ersten Stunden reicht meist Sportkleidung.
- Du trainierst barfuß.
- Fürs Kumite: Faustschützer, Mundschutz und Tiefschutz, oft Schienbein- und Spannschützer; nach manchen Regeln kommen Körperschutz oder Gesichtsmaske dazu, vor allem bei Kindern.
- Pratzen und Matten gibt es im Dojo.
Wie ein Training abläuft
Abschnitt betitelt „Wie ein Training abläuft“- 60–90 Minuten. Es beginnt und endet mit einer förmlichen Verbeugung, und in vielen Dojos wird auf Japanisch gezählt und werden die Techniken japanisch benannt.
- Aufwärmen und Dehnen, dann Kihon: Stellungen, Fauststöße, Blocks und Tritte, in Reihen wiederholt, nach Vorgabe des Trainers.
- Kata: feste Technikfolgen gegen gedachte Gegner, die du Schritt für Schritt lernst, während du vorankommst.
- Kumite zu zweit, von festgelegten Übungen bis zum freien Kampf. Im Punktkarate werden die Techniken kontrolliert ausgeführt; in Vollkontaktstilen wie Kyokushin treffen sie mit voller Kraft, Fauststöße zum Kopf sind aber verboten.
- Die Stilrichtungen unterscheiden sich – Shotokan, Goju-Ryu, Shito-Ryu, Wado-Ryu, Kyokushin und andere –, und das Studio nennt meist seinen Stil.
- Die Gürtel gehen von Weiß über farbige Schülergrade (Kyu) bis zum schwarzen Gürtel (Dan); Farben und Reihenfolge unterscheiden sich je nach Stil und Verein. Den nächsten Gürtel bekommst du bei einer Prüfung, die der Verein oder der Verband abnimmt.
Für wen es am besten passt
Abschnitt betitelt „Für wen es am besten passt“- Kinder: Viele Vereine haben Gruppen für kleine Kinder, und die klare Struktur und die Gürtel passen gut zu ihnen.
- Erwachsene jeden Alters, die eine traditionelle Kampfkunst mit klarem Weg suchen.
- Alle, denen Selbstverteidigung und Disziplin wichtiger sind als hartes Sparring – in vielen Stilen ist der Kontakt kontrolliert.
- Alle, die gern feste Formen lernen: Kata kannst du allein üben und sogar im Wettkampf zeigen.
- Weniger geeignet ist es für alle, die eine reine Fitnesseinheit ohne Etikette und Prüfungen suchen. Bei Problemen mit Knien, Hüften oder Rücken und vor Vollkontakt-Sparring frag deinen Arzt und sag dem Trainer Bescheid.