Freistilringen
Freistilringen ist einer der beiden olympischen Ringerstile. Du bringst deinen Gegner zu Boden und versuchst, ihn mit dem Rücken auf die Matte zu drehen – und anders als im griechisch-römischen Ringen darfst du die Beine angreifen und mit deinen eigenen Beinen stellen und ausheben. Es gibt keine Schläge, keine Aufgabegriffe und keine Jacke: Du gewinnst, indem du beide Schultern des Gegners auf die Matte drückst, oder nach Punkten.
Wofür es gut ist
Abschnitt betitelt „Wofür es gut ist“- Kraft, Ausdauer und Explosivität – Ringen ist ein äußerst fordernder Sport.
- Starke Beine, ein starker Rücken, Nacken und Griff.
- Takedowns und Kontrolle am Boden, die Grundlage vieler anderer Kampfsportarten.
- Härte, Disziplin und Teamgeist.
- Gewandtheit und Körpergefühl durch Bodenturnen und Brücken.
Ausrüstung
Abschnitt betitelt „Ausrüstung“- Fürs Training: T-Shirt und Shorts oder ein eng anliegendes Trainingsoutfit, ohne Reißverschlüsse und Taschen.
- Ringerschuhe: leicht, knöchelhoch, mit dünner Sohle. Anfänger können meist in sauberen Hallenschuhen beginnen, wenn der Trainer einverstanden ist; Straßenschuhe kommen nie auf die Matte.
- Im Wettkampf: ein Ringertrikot in Rot oder Blau. Ohrenschützer und Mundschutz sind freiwillig.
- Matten gibt es im Verein.
Wie ein Training abläuft
Abschnitt betitelt „Wie ein Training abläuft“- Oft 90 Minuten oder länger. Zum Aufwärmen Laufen, Bodenturnen und Brücken, die den Nacken kräftigen – sorgfältig und unter dem Blick des Trainers.
- Stand und Bewegung: tief bleiben, die Ebene wechseln und der Eindringschritt, mit dem die meisten Beinangriffe beginnen.
- Takedowns zu zweit – Angriffe auf ein oder beide Beine, Beinstellen und Würfe – und die Abwehr dagegen.
- Bodenkampf (Parterre): Dreher, die den Gegner auf den Rücken bringen, und ihn dort festhalten.
- Freies Ringen in kurzen, intensiven Runden, danach Kraft- und Konditionstraining – Seilklettern, Partner tragen, Sprints – und Dehnen.
- Gürtel gibt es nicht: Deine Fortschritte zeigen sich an deinem Können und, wenn du an Wettkämpfen teilnimmst, an deinen Ergebnissen.
Für wen es am besten passt
Abschnitt betitelt „Für wen es am besten passt“- Kinder und Jugendliche: Ringen schafft eine starke athletische Grundlage für jeden Sport.
- Erwachsene, die hartes, ehrliches Training und eine echte Herausforderung suchen.
- Frauen und Mädchen: Bei Olympia ringen Frauen im Freistil.
- Alle, die Richtung MMA oder No-Gi-Grappling wollen. Wenn dir Würfe über den Oberkörper mehr liegen, siehe Griechisch-römisches Ringen.
- Weniger geeignet ist es bei Problemen mit Nacken, Rücken, Schultern oder Knien – Brücken, Takedowns und Gerangel am Boden belasten sie alle. Frag vor dem Einstieg deinen Arzt und sag dem Trainer Bescheid.