Judo
Judo ist eine japanische Kampfkunst und olympische Sportart, bei der du deinen Gegner auf die Matte wirfst und ihn am Boden mit Haltegriffen kontrollierst – ältere Judoka auch mit Würge- und Armhebeltechniken. Begründet hat es Jigoro Kano Ende des 19. Jahrhunderts; der Name bedeutet der sanfte Weg: Du nutzt Kraft und Gleichgewicht deines Partners gegen ihn selbst. Trainiert wird barfuß auf Matten, in einer schweren Jacke und Hose aus Baumwolle, dem Judogi.
Wofür es gut ist
Abschnitt betitelt „Wofür es gut ist“- Gleichgewicht, Koordination und Timing: Würfe gelingen, indem du deinen Partner aus dem Gleichgewicht bringst, nicht allein durch Kraft.
- Kraft und Ausdauer für den ganzen Körper, besonders für Griff, Beine und Rücken.
- Sicher fallen lernen – eine Fähigkeit, die dir ein Leben lang nützt.
- Disziplin und Respekt, mit einem klaren System von Graduierungen.
- Grundlagen der Selbstverteidigung und Selbstvertrauen.
Ausrüstung
Abschnitt betitelt „Ausrüstung“- Ein Judogi: dicke Jacke, Hose und Gürtel. Weiß ist Standard, im Wettkampf wird auch Blau getragen. Viele Vereine leihen dir einen oder lassen Anfänger in Sportkleidung ohne Reißverschlüsse und Knöpfe beginnen.
- Du trainierst barfuß; bring Badeschlappen für den Weg neben der Matte mit.
- Kurze Nägel, kein Schmuck, lange Haare zusammengebunden.
- Die Matten (Tatami) gibt es im Verein.
Wie ein Training abläuft
Abschnitt betitelt „Wie ein Training abläuft“- 60–90 Minuten. Es beginnt und endet mit einer Verbeugung, und viele Begriffe sind japanisch.
- Aufwärmen, dann Fallschule (Ukemi): sicher nach hinten, zur Seite und nach vorn fallen. Anfänger verbringen viel Zeit damit.
- Wurftechniken (Nage-Waza): wiederholtes Eindrehen, ohne den Wurf auszuführen (Uchi-Komi), dann Würfe mit dem Partner.
- Bodentechniken (Ne-Waza): Haltegriffe, Umdrehtechniken und Befreiungen; Würge- und Armhebeltechniken kommen erst für ältere Judoka dazu.
- Freies Üben (Randori) im Stand und am Boden, in einem Tempo, das beiden Partnern passt.
- Die Gürtel gehen von Weiß über farbige Schülergrade (Kyu) bis zum schwarzen Gürtel (Dan); die Farben unterscheiden sich von Land zu Land. Den nächsten Gürtel bekommst du bei einer Prüfung.
Für wen es am besten passt
Abschnitt betitelt „Für wen es am besten passt“- Kinder: Judo ist ein klassischer erster Sport, und fallen zu lernen ist wertvoll. Viele Vereine nehmen schon kleine Kinder auf.
- Erwachsene, die einen Sport mit klarem technischem Weg und starker Gemeinschaft suchen.
- Menschen jeder Größe: Technik zählt, und im Wettkampf triffst du auf Gegner deines Gewichts.
- Alle, die sich für Selbstverteidigung ohne Schläge interessieren – siehe auch Sambo und Brazilian Jiu-Jitsu.
- Weniger geeignet ist es bei Problemen mit Rücken, Nacken, Schultern oder Knien, denn Würfe und Fallen gehören zu jedem Training – frag deinen Arzt und sag dem Trainer Bescheid.